Erste Reihe fußfrei

Erste Reihe fußfrei

Transkript

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00:00:15: Willkommen bei einer neuen Folge des TV-Media-Podcasts.

00:00:17: Mein Name ist Peter Slavin und zu Gast habe ich heute den ehemaligen ORF, auch naost-Korrespondenten Karim Helgore.

00:00:24: Willkommen!

00:00:25: Ja, vielen Dank für die Einladung.

00:00:27: Sehr gerne, ich freue mich sehr.

00:00:29: Bevor wir über Sie losstarten mit Beruf ORF Naost, Ihr neuer Podcast.

00:00:36: ein ganz kurzes Resumé.

00:00:37: noch zur FußballWM, tut mir leid auch wenn es vielleicht bitter ist.

00:00:40: Ergebnis ganz, ganz bitter ausgeschieden gegen Argentinien.

00:00:44: Ja, wie finden Sie sich?

00:00:47: Ein echtes Fußballdrama gestern.

00:00:49: Ich war auf dem absoluten High nach dem zwei Null.

00:00:52: also das hat ja wirklich niemand so erwartet und ich habe wirklich die gibt haben einfach toll gespielt sie haben sehr klug gespielt.

00:00:58: Sie haben eine glaube ich wirklich sehr gute Mannschaft eben nicht nur auf ihren Star Mohammed Salah fixiert ist wie viele Jahre vorher sondern einfach wunderbar zusammengespielt haben.

00:01:09: Und dann, die letzten achtzehn Minuten ist natürlich wirklich mein egyptisches Herz gebrochen.

00:01:15: Ganz mehr Vorstände!

00:01:16: Das war wirklich grauenhaft.

00:01:19: Es gibt jetzt gerade in Ägypten eine große Diskussion und die fühlen sich unfair behandelt weil es ja wirklich zwei Fals gab, die sehr unterschiedlich behandelt wurden.

00:01:28: Eines wurde den Ägyptern das Tor abmerkannt und bei dem anderen wurde es eben nicht gepfiffen letzten Tor geführt, also da gibt es jetzt auch noch eine Diskussion.

00:01:38: Also aber das war einfach so wie Fußball halt ist.

00:01:43: Da können wir Österreicher endlich davon singen weil Messi Das Eins zu Null, glaube ich, war.

00:01:48: das gegen diejenigen in Österreich hätte man auch abweifen können.

00:01:51: Davor war ein Faulanschlager, wenn man nicht alles täuscht...

00:01:54: Aber die Österreicher sind weitergekommen aus den Deutschen!

00:01:57: Wobei?

00:01:58: Nur ein paar Tage weiter, muss

00:01:59: man sagen.

00:02:00: Stimmt.

00:02:01: Zu wem?

00:02:02: Sie hätten ja eigentlich Ägypten, Österreich und Deutschland.

00:02:05: haben sie zu allen geholfen?

00:02:07: Ja, eigentlich zu allem.

00:02:08: Aber ich muss sagen also wenn jetzt Ägypten gegen Österreich oder Deutschland spielen würde, wäre ich für Ägypte.

00:02:13: Weil auch ein nicht nur für Ägipten... Ich bin ein großer Fan afrikanischem Fußballs!

00:02:17: Also ich habe auch sehr mitgelitten mit Cap Verde und mit Senegal.

00:02:22: Und ich bin wahnsinnig gespannt was mit Marokko und Frankreich passiert.

00:02:25: weil die marokranische Mannschaft verfolge ich es auch schon lange.

00:02:28: Habe sie auch bei der letzten WM als ich ja da dabei war im ORF-Team was darüber berichtet hat?

00:02:34: die ganzen Spiele Marokos live gesehen und diese ganzen marokkanischen Fans auch.

00:02:38: Also das ist schon eine besondere Mannschaft auch.

00:02:40: Äh, Ägypten hat sich eben – sie haben es angesprochen jetzt einmal noch zum Fußball zu werden – sehr benachteiligt gefühlt nach diesem Spiel.

00:02:48: Ich habe mir dann kurz gedacht, kann man das ummünzen auf das Volk oder auf den Nahen Osten dass ich die Leute dort benachteilt fühlen?

00:02:57: Ja,

00:02:57: das ist vielleicht tatsächlich irgendwie eine Metapher die vielleicht so sagen das Gefühl einer ganzen Region wieder gibt oder sich schon auch um unfair behandelt zu fühlen, was dann natürlich auf den Fußball übertragen wird.

00:03:11: Da gibt es die Trainer zum Zeichen übrigens gemacht wo er beide Hände und Arme überkreuzt hat?

00:03:15: Was bedeutet das?

00:03:16: Ja da gibt es verschiedene Interpretationen.

00:03:18: Es gibt ja dieses X der FIFA Know to Racism Ob er das gemeint hat, dessen Seele war gestern natürlich am Kochen.

00:03:28: Der hat ja dann auch noch eine gelbe Karte bekommen.

00:03:30: also der ist ja bekannt dafür dass er seine Emotionen nicht hinter dem Berg hält

00:03:37: was eigentlich schönes beim Fußball muss man sagen.

00:03:39: kommen wir zu ihnen.

00:03:41: sie sind geborene München auch aufgewachsen in München.

00:03:45: wie wächst Wiesers als halb Ägypter in den Sechzigern und frühen Siebzigern in München aufzuwachsen?

00:03:53: Ja, das ist so.

00:03:55: Ich bin ja ein bisschen eine Wandel der Identitätskrise zwischen Biergarten- und Wasserpfeife.

00:04:00: Aber ... Nein damals war einer der Einzige in meiner Klasse damals mit heute sagen Migrationshintergrund.

00:04:13: War damals relativ selten.

00:04:15: Und ich hab mich damals auch nicht ... wirklich sonderlich als Ägipter gefühlt.

00:04:21: Ja, damals wurde ich dann auch immer Stadt Karim, wo dich Katschi genannt.

00:04:24: also das war mit damals Katsche Schwarzenbeck bei Bayern München.

00:04:27: Das hat man den Namen in der Schule gegeben.

00:04:29: Sind wir

00:04:31: wieder beim Fußball?

00:04:32: Und so und da hab' ich mich eigentlich sehr, sehr deutsch gefühelt und dann irgendwie ist meine ägyptische Seite erst später mit Reisen zur Familie nach Ägypten und dann... Der Vater

00:04:45: ist die

00:04:46: Ägiptamutter war Deutsche und regelmäßig dahin gefahren.

00:04:52: Und hab sozusagen das dann entdeckt als meine zweite Wurzel, aber das Interessante ist, ich sag dir, man ist so eine Wandel der Identitätskrise.

00:05:02: Man gehört nie wirklich richtig dazu irgendwo.

00:05:05: Ja?

00:05:05: Und damit muss man irgendwann sozusagen sich Frieden schließen also... Also

00:05:08: weder die eine noch die andere sind!

00:05:09: Naja wenn ich hier, es gibt immer noch Leute, die mich in Österreich fragen oder in Deutschland sagen wir kann ihnen was wir dich schon immer mal fragen wollten Warum sprichst du so gut Deutsch?

00:05:19: Absurd.

00:05:19: Und dann sage ich immer sozusagen ganz antwort, wieso haben sie ja Deutsch gelernt?

00:05:25: Ich habe das auch mit meiner Mutter mich eingesungen.

00:05:29: und dann kommst du nach Ägypten und sagen die Leute sag mal Karin warum sprichste so komisch arabisch?

00:05:34: Also du köst irgendwie nie richtig dazu.

00:05:37: Das ist total dieser Wandel-Krise und dann muss man damit Frieden schließen.

00:05:46: Ich glaube, dass es auch kein Zufall ist.

00:05:48: Dass da wo ich gelandet bin also sozusagen zwischen den Stühlen so einer Brückenfunktion zwischen Deutschland Österreich und der Arabischen Welt und Ägypten auf der anderen Seite.

00:05:59: das ist glaube ich kein Zufall sondern es ist tatsächlich die Nische die natürlich mir genau passt ein bisschen Der Beobachter wirklich auf allen Seiten zu sein weil du nie richtig dazugehörst bist Du immer so ein bisschen hast in dem beobachterstattest Und du kannst dann in der arabischen welt oder in ägypten oder sonst war.

00:06:13: eben bist du fähig die richtigen Geschichten zu finden und andererseits bist du aber auch fähig sozusagen, die Geschichten so zu erzählen dass sie in Österreich oder Deutschland ankommen.

00:06:24: Also da bist du schon einen richtigen Platz mit dieser wandelnden Identitätskrise.

00:06:29: Wann haben Sie denn gewusst das Sie diesen Beruf ausheben wollen?

00:06:33: Naja, das war also nach meiner Schulzeit.

00:06:37: Da bin ich dann... hab' ich nicht für die Münchner Journalistenschule beworben und bin dann gnadenlos durchgefallen damals.

00:06:43: Wir haben in Wolfmann eine sehr schöne Lautarztür gehalten als ich Journalisten... Also ich Konkordia von der Journalistenpreise erhalten habe, meine erste... Mein erster journalistisches Scheitern damals.

00:06:55: Also ist relativ, relativ früh.

00:06:57: Mit?

00:06:57: Also tatsächlich gleich vor, nach der Matur oder wie?

00:07:01: Ja ja genau, direkt nach der matur.

00:07:03: Also zuerst gescheitert und dann?

00:07:06: Dann hab ich mir gesagt, also habe ich rumgefragt was mache ich jetzt.

00:07:09: Und dann haben wir eigentlich viele Leute geraten du musst dir eine Nische suchen genau das.

00:07:14: Du musst dir irgendwas suchen was jetzt kein Journalismus studieren und keine Kommunikationswissenschaft oder irgendetwas sondern such dir irgendwas wo gefragt ist als Spezialgebiet ja und dann habe ich Islamwissenschaften und Politik mit Schwerpunkt nach Ost in Berlin studiert und es hat funktioniert.

00:07:33: Habe ich mich gefragt, ob man über den Nahen Osten sprechen kann.

00:07:36: Ohne Krise ohne Krieg, ob das möglich ist?

00:07:39: Können wir mal die schönen Seiten des Nahen Ostens nahe bringen?

00:07:43: Naja es gibt... Ja also das ist einer der interessantesten gegen dieser Welt finde ich und ältesten Kulturen in dieser Region entstanden sei es jetzt in Ägypten oder so ein Zweitrom-Land.

00:07:58: Wir haben diese ganze Palästina, Israel natürlich auch aus alter Geschichte.

00:08:04: Also das ist ein sehr geschichtsträchtiger Ort würde ich sagen mit ja ... sehr lebhaften Menschen, meist sehr freundlichen Menschen und mir macht es eigentlich immer sehr viel Spaß.

00:08:17: für mich also ich lebe ja in Cairo, ich leb nicht in Wien.

00:08:21: Uns jetzt Hauptwunsch ist in Cairos.

00:08:22: wie mehr hat derzeit in Cairoc noch?

00:08:28: finde ich auch gut so.

00:08:29: Ich finde es auch gut, weil es oft so ist, dass man das Leben in Deutschland und Österreich ein bisschen langweilig.

00:08:34: Wirklich?

00:08:35: Ja!

00:08:35: Weil alles funktioniert... Also wenn man in der arabischen Welt unterwegs ist, ist man viel näher an irgendwelchen existenziellen Fragen des Lebens glaube ich.

00:08:49: Und man nimmt überhaupt nichts für selbstverständlich.

00:08:51: So diese Dinge die man eben hier hat was man alles für so selbstverständliche nimmt.

00:08:54: Ich find immer ganz wichtig zu den Leuten auch hier zu sagen, dass sie eigentlich ihnen bewusst wird was für wahnsinnige Privilegien Sie ihr habt.

00:09:04: Und sie haben ja dafür nichts getan!

00:09:06: Sie sind dafür einfach... Ich meine, haben sie sich ihren Geburtstag ausgesucht?

00:09:11: Nein.

00:09:12: Naja,

00:09:12: sie könnten genauso gut in Gaza geboren sein oder.. Was ist das im Iran?

00:09:17: Ja und äh dann wären diese ganzen Privilegien eben weg.

00:09:23: Dann ist keine Selbstverständlichkeit, dass sie zur Schule gehen und es keine Selbstständigkeit, dass Sie jeden Tag Essen auf den Tisch kriegen, das ist keine selbstverständlichkeit, dass Ihre Kinder zur Schule kommen und all diese Sachen.

00:09:36: Und ich glaube, das ... Ist wichtig, dass man das den Leuten bewusst macht auch hier in Österreich.

00:09:42: Dass Sie eben eigentlich den Sechser im Lotto gezogen haben mit Schlichtweg, indem Sie dadurch geboren sind.

00:09:47: Ich glaub', das ist ganz wichtig sich dessen bewusst zu werden, der Gnade seines Geburtsortes.

00:09:55: Weil dann glaub ich schaut man auf das Leben ganz anders und auch die anderen ganz anders weil in dem Moment hört man auch von oben nach unten zu schauen sondern sieht die Dinge auf Augenhöhe und das glaube ich ist immer finde ich sehr wichtig Und dafür ist Leben in der arabischen Welt sehr heilsam.

00:10:10: Jetzt muss ein krasser Kultur schockt dann immer für sie sein nach Wien zurückzukehren oder halt nach Winn zu kommen.

00:10:17: Also besonders krass ist, wenn du dann aus einem Krieg kommst oder irgendwie wirklich einer miserablen Situation und dann auf einmal hier in Wien über irgendwelche Parks spazieren gehst.

00:10:29: Da ist es schon so dass die Welt denke ich mir manchmal ist zu groß also dass sie wirklich einen menschlichen Kopf passen.

00:10:37: Wie ist das Leben in Cairo?

00:10:38: Das stelle ich mir auch vor Riesenstadt.

00:10:41: Wir reden über Kleinigkeiten wie Verkehr- oder Behördengänge.

00:10:45: Naja, also einmal ist es eine Zwanzig-Millionenstadt.

00:10:49: Mehr Menschen als in Österreich leben... Es ist natürlich eine komplette Reizüberflutung aller Sinne.

00:10:59: Irgendwie habe ich gesagt, Kyro, das Motto zu viel ist nicht genug!

00:11:05: Alle deine Sinne sind immer auf Anschlag und das ist einerseits wirklich toll, andererseits auch anstrengend.

00:11:14: klar Gilt jetzt für viele Dinge.

00:11:16: Gilt für den Verkehr, gilt für Behördengänge... Also ich hab einmal, was das ist?

00:11:23: Behördengänge sind ja auch immer sehr witzig.

00:11:25: Dann war ich im Verkehrsamt und war Zeuge eines Streites.

00:11:30: Das war dann jemand der seine Strafzettel bezahlen musste.

00:11:34: Und er hatte ein Strafzeitbekommen für das Überfahren einer roten Ampel in der Straße Sohn so.

00:11:40: Und dann hat er eben gesagt, aber in der Straße gibt es überhaupt keine Ampel.

00:11:44: Dann hat der Beamte gesagt, das interessiert ihn nicht auf diese Straße eine Ampel gibt oder nicht?

00:11:48: Hier gibt's einen Strafzettel, dass er an dieser Straße eine rote Ampel überfahren hat und es war ein sehr schöner Streit zwischen den beiden.

00:11:54: Aber natürlich am Ende hat er bezahlt klar.

00:11:56: Musste ja.

00:11:56: Ja, natürlich!

00:12:00: Sie sind über ... oder zweiundzwanzig Jahre.

00:12:03: oder warst du beim ORF über zwanzig Jahren?

00:12:05: Zweiundtwanzig Jahr bei dem ORF, dreizig Jahre insgesamt als Kosponenten.

00:12:09: Wie hart war das für Sie?

00:12:10: Ich weiß noch immer nicht, was der exakte Grund war.

00:12:13: Das weiß ich auch nicht.

00:12:16: Nein!

00:12:17: Wer hat es Ihnen gesagt und was war die Begründung?

00:12:18: Ja also die BeGründung war Generationenwechsel.

00:12:23: Also ich bin jetzt harte, zweiundsechzig Jahre alt.

00:12:27: Das war die offizielle Begrünung.

00:12:32: interessant finde ich wie sie in der Öffentlichkeit diskutiert wurde nämlich sehr politisch.

00:12:38: Also da wurde es halt so diskutiert in dem Rahmen mit, dass es natürlich auch viele Angriffe auf mich gab.

00:12:44: Auf den sozialen Medien wegen meiner GASA-Berichterstattung und meiner Libanonberichterstatterung und diese Dinge.

00:12:52: Und dass das sozusagen der Grund sei... So wurde das in der Öffentlichkeit diskutiert.

00:12:59: was ich wirklich toll fand ist nach dieser Entscheidung eine sehr große Welle der Wertschätzung mir entgegengeschlagen ist.

00:13:11: Also ich habe nicht irgendwie hunderte von Reaktionen bekommen, E-Mails und Kommentaren sondern Tausende Und es gab irgendwie eine Unterschriften-Aktion mit... Ich glaube inzwischen sind ca.

00:13:23: twentyfünftig tausend Unterschriftungen darauf dass sich beim ORF bleiben soll und ähnliches.

00:13:28: also diese Wertschätzung ist natürlich eigentlich viel größer als jede Personalentscheidung des ORF.

00:13:35: Das ist etwas wo ich denke.

00:13:39: Einmal ist es natürlich, habe mich das wahnsinnig bewegt und wirklich berührt viele der Dinge die da kamen.

00:13:46: Und so gesehen muss ich sie sehr getroffen haben?

00:13:49: Nein, getroffen!

00:13:50: Ja, es hat mich überrascht, aber ich hab dann ziemlich schnell gesagt okay, ich leg jetzt den Vorwärtsgang ein und schau nicht zurück.

00:14:00: Und hab eben gedacht man mit dieser Wertschätzung, die du da in der Öffentlichkeit hast... musst du eigentlich irgendwie weitermachen.

00:14:06: Egal ob ORF oder was anderes.

00:14:08: Aufhören war kein Thema generell?

00:14:11: Nein, nein.

00:14:11: also das ist da bin ich überhaupt nicht der Typ für aufhören.

00:14:15: Nee!

00:14:15: Ich habe auch gedacht dass es eine gewisse Verpflichtung ist.

00:14:17: Also wenn Du sozusagen so eine große Wertschätzung hast und die Leute gesagt haben wir wollen, dass Du irgendwie weiter machst uns weiter dann hab' ich mir eben überlegt Was machst Du jetzt?

00:14:28: Ich schreibe ja immer noch für andere Medien und so, schalte auch noch für eine Fernsehstation.

00:14:34: Und arbeite wahrscheinlich in Zukunft ab und zu frei für den ORF aber nicht mehr als Korrespondent.

00:14:42: Aber ich habe dann wirklich gedacht, ich möchte eigentlich mein eigenes Ding haben also wo mir wirklich niemand mehr reinredet.

00:14:49: Und dann habe ich beschlossen.

00:14:52: Es war ja witzig, dass ... Ich hab gesagt, ich möchte meinen eigenen Podcast machen und dann kamen mehrere Medien auf mich zu und haben gesagt, ob ich nicht den Podcast bei ihnen machen möchte?

00:15:00: Und da hab ich gesagt, nein, das ... ich möcht mein Ding machen!

00:15:04: Ich möcht nie wieder, dass mir irgendjemand reinredet bei irgendwas.

00:15:08: Also, das kalt' ich mit meinen zweiundsechzig Jahren und fünfunddreißig Jahre in Arbeit verdient.

00:15:12: Glaub', ich, dass ich sozusagen mein eigener Herr bin meiner ... wenig was ich mache.

00:15:18: und dann habe ich beschlossen, eben diesen eigenen Podcast aufzuziehen nahe Ost-Nahr dran.

00:15:24: Habt da die Leute so ein bisschen gefragt, was erwartet ihr über soziale Medien?

00:15:28: Von so einem Podcast hat man gesagt ja, einerseits weiterhin Analysen um Dinge in der Arabischen Welt passieren einzuordnen und andererseits natürlich interessante inspirierende Gesprächspartner.

00:15:45: habe ich das dann jetzt aufgesogen?

00:15:46: es läuft jetzt seit fünf wochen läuft wunderbar also läuft wirklich sehr gut.

00:15:49: wir waren am wochen in der zweit mehr als meist gehörte podcast in österreich.

00:15:52: gratulation ja

00:15:53: also das war wirklich toll.

00:15:54: also dass das läuft sehr sehr gut.

00:15:56: oder es ist einfach definitiv mein format weil was mich immer Was mich immer gewormt hat, waren diese Live-Schaltungen.

00:16:04: Karim Ezip erklär uns den Nahen Ost in einer Minute dreißig.

00:16:11: Das war immer ein tiefer Verruss bei mir weil ich immer so viel mehr zu erzählen hätte.

00:16:16: und einen Podcast glaube ich ist eigentlich auch das Gegenprogramm zu dem was wir in unserer Zeit gerade erleben mit diesen immer kürzer werdenden Aufmerksamkeits Schwellen, die wir da haben.

00:16:32: Ein wirkliches Gegenstück.

00:16:33: Irgendwo mal richtig sich Zeit zu nehmen, irgendeine Tiefe zu gehen, irgendwas lange zu bereden... Wie wird das jetzt machen sozusagen?

00:16:42: Und das ist genau das Format was mir eigentlich richtig gut passt finde ich.

00:16:47: Da habe ich meine eigene Wellenlänge gefunden und hoffe, dass eben viele Hörerinnen und Hörern auch auf dieser Wellenlinge dann mit mir mitschwimmen werden.

00:17:00: Ich sage mal, die Themen werden ja nicht so schnell ausgehen im Nahen Osten.

00:17:05: Auch wenn ich jetzt...

00:17:06: Ja, Themen werden nicht so fast ausgehen?

00:17:08: Ich glaube was wirklich einer der Probleme irgendwann sein wird ist es ja auf Deutsch und sozusagen immer wieder deutschsprachige Gesprächspartner zu finden über Nahe Ost.

00:17:20: Da ist natürlich der Pool irgendwann mal begrenzt.

00:17:24: Natürlich muss schauen wie ich damit umgehe dann auf Dauer Und man muss natürlich auch schauen, wie man davon irgendwann auf Dauer leben kann.

00:17:32: Das ist die zweite große Herausforderung, die sich stellt.

00:17:35: Aber zweitmeist gehört da der Podcast des Landes?

00:17:41: Ja also wir müssen dann irgendwann mal... Also im Moment machen wir es noch nicht!

00:17:44: Wir haben noch keine Werbung geschaltet aber ich denke mir nach dem Sommer werden wird das dann tun.

00:17:47: und wenn man eine Werbung reinschallt und da muss ich schauen, kann ich mich damit über Wasser halten oder nicht?

00:17:53: Ich will ja nicht reich werden, meine Kinder sind alle durch die Ausbildung muss jetzt nicht irgendwie noch groß ein Haus abzahlen oder irgendwas zusammensparen.

00:18:02: Muss mich einfach über Wasser halten können und das ... Sozusagen Geld ist eigentlich für mich wichtiger, mich journalistisch zu verwirklichen.

00:18:12: Und irgendwie muss ich davon leben können.

00:18:15: aber das ist die Balance, die ich finden muss ja.

00:18:18: Und RUF-Pension?

00:18:21: Ich war... Ich habe keinen festen Vertrag beim ORF gehabt.

00:18:28: Zweiundzwanzig Jahre lang nicht.

00:18:31: Also niemals angestellt gewesen?

00:18:32: Nee, keine einzigen Mal, keine einzige Minute war ich bei dem ORF angestellt.

00:18:37: Okay das ist hart ja.

00:18:39: War einerseits hart aber andererseits hat mir das natürlich eine gewisse Freiheit gegeben also eben für viele andere Medien zu arbeiten und viele viele andere Sachen zu machen.

00:18:53: Und das ist jetzt auch ein bisschen die gute Basis, auch wenn es mit ORF vorbei ist.

00:19:00: Weil's eben nicht mein einziges Stand bei war, sondern ich schon viele andere Dinge natürlich auch am Laufen hatte.

00:19:06: und das hilft mir natürlich jetzt klar.

00:19:08: Es gab doch immer oder diese Korrespondenten treffen in Wien auf dem Königlberg dann?

00:19:12: Ich weiß nicht einmal im Jahr vielleicht... Und gab es eigentlich das Bote oder anregende Gespräche mit dem Israel-Korrespondenten?

00:19:20: Keine Ahnung, Ben Segenreich oder Tim Kuppald.

00:19:23: Ja also wir waren auch immer so und nicht nur auf den Konsumenten treffen sie auch mal in Kontakt.

00:19:28: Wir haben uns miteinander ausgetauscht.

00:19:31: Ich meine jetzt war ja im Grunde genommen die Idee war ja nicht so schlecht... ...in einem so polarisierten Thema wie Israel-Palästina tatsächlich eben alle Seiten abzudecken.

00:19:44: Natürlich!

00:19:45: Du hast einen Kursment in Tel Aviv oder in Haifa.

00:19:50: Leute im ORF und du hattest mich in Cairo, und irgendwie hat man damit glaube ich ein breiteres Bild bekommen.

00:20:01: Also ich hoffe ja dass der ORF es wirklich schafft dann nochmal ein Büro aufzustellen und das meine Nachfolgerinnen da anfängt wo ich aufgehört habe.

00:20:10: Weil das Büro ist abgebaut worden.

00:20:12: Das Büro

00:20:12: in Cairo ist zugeschlossen worden?

00:20:15: Und

00:20:15: wie ich gehört hab, waren Sie zwei... In Ihrem Bordkast habe ich gehört, sie waren Zeuge!

00:20:19: Wie es von der Technik einfach abgebracht

00:20:21: wurde.

00:20:21: Ja, das war schon... Also meine ich ... Ich habe ja vorhin gesagt, ich habe schon ziemlich schnell nach vorne geschaut, wie's weitergeht.

00:20:28: aber das war natürlich schon traurig ein funktionierendes Büro abzubauen.

00:20:33: Es geht halt auch nicht nur um mich sondern es ging zwei Mitarbeiter von mir die Kameramann und die Produzentin, die ihre Jobs verloren haben Und das war schon ein emotionaler Moment.

00:20:44: Es war eigentlich traurig natürlich

00:20:46: irgendwie,

00:20:48: also etwas was eigentlich gut funktioniert hat zuzuschließen.

00:20:52: Wie oft waren Sie eigentlich in Lebensgefahr?

00:20:54: In dem Job?

00:20:55: Ja gut, das werde ich immer wieder gefragt.

00:20:58: Also es gab immer wieder brenzliche Situationen aber ich finde was viel mehr beschäftigt hat so Dinge, dass du mit Leuten gesprochen hast.

00:21:16: Also zum Beispiel ich habe einmal mit einer jesidischen Frau gesprochen die war vom ES verschleppt worden und die... ...mit ihrem eineinhalbjährigen Kind und der ist dann irgendwie da in Mosul wie viel verkauft worden und war dann bei ihm Käufer ein halbes Jahr bei dem Zuhause mit einem einenhalbjährigem Kind mit all dem was man sich jetzt so vorstellen kann darunter.

00:21:36: Und dann hat sie es ja die Flucht gelungen und wir haben sie dann interviewt In Nordirak, in einem kleinen Dorf und es war so eine Frau.

00:21:49: die ist eigentlich komplett traumatisiert.

00:21:52: Man merkt das immer wenn jemand so ganz monoton Eine wahnsinnige Geschichte erzählt so als ob sie selbst damit nichts zu tun hat also ob sich selbst neben sich sitzt Also eigentlich schwer traumatisiert.

00:22:04: Ihre Geschichte erzählt was ja dann im Haus passiert ist und all diese Dinge wie er die Flucht gelungen ist.

00:22:09: Und dann sagt sie am Ende des Gesprächs, weißt du?

00:22:12: Ich überleg mir jeden Tag ob ich mich umbringen soll.

00:22:16: Aber ich habe ein eineinhalbjähriges Kind auf dem Schoß und ich hab das Kind meines Vergewaltigers im Bauch.

00:22:22: Und was machst Du denn?

00:22:23: Sagst Du, vielen Dank für dieses Gespräch!

00:22:27: Also es sind so Momente wo Du dann irgendwie da sitzt und eigentlich einen unglaublichen Unmach spürst.

00:22:37: Diese Unmacht die habe ich sehr häufig gespürt.

00:22:40: Das ist das, was mich wirklich viel mehr beschäftigt hat als die Frage wie gefährlich war.

00:22:47: So natürlich ist es aber zu uns geschossen worden oder wir haben... Ich habe Autobomben erlebt, die nicht weit weg von mir in die Luft gegangen sind und solche Dinge.

00:22:55: Aber diese gefühlte Unmacht war eigentlich viel etwas, dass mich viel, viel mehr beschäftigt hat.

00:23:02: Was machen Sie dann wenn bei so einem Gespräch zum Beispiel nach dem Interview?

00:23:08: Naja, das ist wirklich also ja Man lädt das natürlich alles ein, ne?

00:23:15: Das mit selbst ein.

00:23:16: Seine Seele... Ich glaube, das Entscheidende dabei war immer dass man es wieder auslädt.

00:23:23: Also dass man dann eben meine Fernsehgeschichte, Radio-Geschichte draus macht und Ticke schreibt Bücher schreibt Podcasts macht.

00:23:33: also das sind so die Dinge wo man wieder die Sachen auslägt.

00:23:39: das heißt Also was wir jetzt hier machen, ist auch ein Teil meiner Therapiestunde.

00:23:44: Ja ja,

00:23:45: verstehe ich.

00:23:47: Wie oft waren Sie dann, frage ich an das nicht wie oft waren sie in Lebensgefahr?

00:23:49: Sondern wie oft sind die Tränen nahe?

00:23:53: Nicht nur nahe sehr häufig.

00:23:56: Sehr häufig in meiner Arbeit.

00:23:59: Und trotzdem lieben Sie Ihren Job nämlich einen...

00:24:01: Ich würde das... also ich meine es ist erst mal vorbei mit der Reiserei aber ich hätte das in all dieser Zeit mit niemandem getauscht.

00:24:09: Es hat unheimlich aufregender Job gewesen.

00:24:12: Du bist immer da, wo was passiert und du kriegst einfach so das richtige Leben mit!

00:24:16: Du bist nicht in irgendwelchen Blasen sondern du wanderst in den verschiedenen Blasend rum und siehst dann einen Tag mit irgendeinem Milliardär und Interviews hinter.

00:24:28: einem nächsten Tag sitzt in irgendeim Lager mit jemanden der nicht viel mehr hat als etwas in eine Tasche passt.

00:24:38: Das habe ich immer als totales Privileg empfunden.

00:24:41: Dass du all diese Sachen erleben kannst, dass du all die Menschen treffen kannst, das du mit ihnen sprechen kannst, was mir auch sehr wichtig war sie einfach ihre Geschichte erzählen lässt also auch nicht von oben, dass sie auf Augenhöhe über sie berichtet ist.

00:24:58: All diese Geschichten, das war immer sehr wichtig in deine Stimme zu geben Das waren so die Dinge, die mir in meiner Arbeit immer wichtig waren und wo ich immer gedacht habe das würde ich erst bin.

00:25:09: Ich bereue keine Sekunde von meinen letzten thirty-fünf Jahren meine Arbeit.

00:25:14: Das muss völlig absurd.

00:25:15: dann tatsächlich für Sie sein zum Beispiel nach Wien zu kommen und Leute zu sehen dass sich aufregen weil die U-Bahn zu spät kommt oder so?

00:25:22: Ja gut ja... Die Wiener sind ja sowieso dafür bekannt, dass sie ganz besonders viel jammern.

00:25:30: Aber zum Beispiel habe ich jetzt letzte Woche ab und zu mal telefoniert, da war ich noch in Cairo und hab dann ab und mit Leuten hier in Wien telefoniert.

00:25:38: Und da war es als ich so fast vierzig Grad hatte... Da hab' ich gedacht okay also man merkt irgendwie das ist nicht mehr Jammer sondern Sie fangen an wirklich zu leiden!

00:25:49: Du merkst den Unterschied irgendwie wenn's dann wirklich irgendwie Anstrengend wird.

00:25:55: Was macht man eigentlich in Cairo gegen die Hitze?

00:25:57: Na ja gut, einmal ist es eine sehr trockene Hitze meistens.

00:26:03: Das heißt das ist schon mal irgendwie erträglicher.

00:26:07: Wenn's hier über dreißig Grad hat finde ich auch anstrengender und du hast natürlich ein bisschen Klimaanlagen, Ventilatoren überall also das einfach hat.

00:26:18: dann in dem Sinne.

00:26:23: Die letzte Frage, die ich immer stelle.

00:26:26: Weil jetzt kommen wir zum Ende des Gesprächs zu diesem ... Zum Ende dieses ... Das

00:26:29: sind wir schon fertig?

00:26:30: Ja!

00:26:30: Oder sollen wir noch weitersprechen vielleicht?

00:26:31: Nein das ist okay.

00:26:33: Halbis Stunde ist ja

00:26:34: gut.

00:26:34: Nein na es ist gut.

00:26:35: Es ist gut her.

00:26:36: Ein nämlich ganz was anderes und zwar ob sie ein Lieblingsfilm haben.

00:26:41: Ja ich hab einen Lieblungsfilm habe ich nicht aber ich war zum Beispiel gestern in der Premiere eines Filmes.

00:26:47: auf Arabisch heißt er Christos also auf Englisch Stories von einem österreichisch-egiptischen Filmemacher, Abu Bakr Shauky.

00:27:00: Der ist schon mal ein ausgezeichneter Filmemacher.

00:27:04: der hat den Karn auch Preise gewonnen für einen früheren Film und er hat gestern eben seinen neuen Film hier in Österreich vorgestellt im Gartenbaukino.

00:27:14: und es ist eine wunderschöne egyptisch-österreichische Liebesgeschichte eigentlich.

00:27:22: Die spielt?

00:27:24: Sie spielt ein bisschen in Österreich, aber hauptsächlich in Ägypten.

00:27:28: Aber es geht gar nicht mal sozusagen um diese Beziehung zwischen diesen zwei Leuten, sondern das ist viel größer.

00:27:33: Es ist einfach wie die zwei Dinge zusammenkommen in Österreich und Ägyptien und wie dies mit den Familien funktioniert... Und wie sie am Ende ... Es ist einmal so eine schöne Liebesgeschichte weil sie am ende Alle merken, dass sie doch irgendwie alle ziemlich ähnlich sind.

00:27:54: Dass sie irgendwie so viel Gemeinsamkeiten haben, obwohl sich eigentlich zum Teil überhaupt nicht unterhalten können.

00:27:59: Da sitzen die zwei... Also der Vater von der Österreicherin sagt immer, er macht über den Vergleich das Fische und Vögel können nicht heiraten.

00:28:10: Ja,

00:28:10: aber dem einen werden nie flossen, dem anderen werden nie Flügel wachsen.

00:28:14: Er will praktisch den immer davon zu überzeugen, dass das alles keinen Sinn hat.

00:28:19: Und am Ende sitzen dann die zwei Väter zusammen.

00:28:22: Sie können sich nicht miteinander verständigen und halten sich die Hände und schauen, ihr schaut um die Welt.

00:28:27: Es ist einfach ein wunderschönes Szenen auch so'n bisschen... Also es ist eine Familie, die eigentlich immer eine Niederlage nach der anderen einsteckt.

00:28:37: Und das sind keine Gewinner!

00:28:39: Ja?

00:28:40: Also sie stecken eine Niederalage nach der andern ein und das ist natürlich auch ne Metapher für ganz Ägypten oder vielleicht sogar weitergehend.

00:28:47: also Immer wieder wird auf dich draufgehauen.

00:28:50: Und du stehst immer trotzdem und hast diese kleinen Freuden dazwischen, das ist ein ganz ganz ganz toller Film.

00:28:57: also der läuft jetzt am Freitag glaube ich in Österreich in den Kinos an und es ist eine absolute.

00:29:03: geht's rein in diesen filmen und schaut euch den an.

00:29:05: also mir hat er wahnsinnig gut gefallen.

00:29:07: okay dann klare empfehlung stories und auch so dem klare Empfehlung der podcast von Karim El-Gowari

00:29:14: ja bitte

00:29:16: naos

00:29:16: nadran und kommen zweimal die Woche, zwei Episoden jede Woche.

00:29:21: Das ist relativ viel Arbeit.

00:29:23: habe ich mir nicht so vorgestellt, dass ich arbeite mehr als jemals in meinem Leben mit diesem Podcast.

00:29:28: Also immer eine Analyse, die meistens am Mittwoch kommt und dann ein Gespräch.

00:29:34: Dann zum Beispiel jetzt haben wir ... das kommt jetzt raus, da ist ein Gesprich mit einem deutschen Journalisten im Tunisien der eben seit über zehn Jahren diese ganze Migrationsgeschichte in Nordafrika anschaut und vor allem wie die EU dort diesen Migrationsstopp auslagert an diese Regime, an irgendwelche Milizen in Libyen.

00:29:56: Und was sie dann so betreiben.

00:29:58: Sein Argument ist, fand ich wirklich irre, hat gesagt... Also die Europäer eschuffieren sich darüber, was da mit in den USA passiert?

00:30:06: Mit Eis- und Homeland Security und wieder mit den Leuten umgehen und wie sie sie von der Straße weg verhaften und zurückschicken und ähnliches.

00:30:14: Und er sagt, das ist was da in Nordafrika passiert.

00:30:17: In Libyen und in Tunesien und in anderen Ländern... ...ist uneins schlimmer als das, was Eis in den USA macht.

00:30:24: Wir haben über zwanzigtausend Tote in den letzten zehn Jahren im Mittelmeer.

00:30:27: Ich glaube allein dieses Jahr waren es schon zweitausend.

00:30:31: Aber keiner weiß es?

00:30:33: Es ist halt aus den Augen aus dem Sinn.

00:30:35: Keiner sieht's, keiner hört's!

00:30:38: Mit dem habe ich eben eine Stunde lang gesprochen und einmal einfach hingeschaut.

00:30:43: Also das war auch wieder so ein Thema was mir eigentlich sehr, sehr wichtig ist.

00:30:47: Aber Sie leben in Cairo und mang den Podcast dann von hier?

00:30:50: Alles möglich!

00:30:50: Ich mach dem Podcast manchmal im Cairo, manchmal in Wien, manchmal schalte ich mir jemanden zu über eine Software sozusagen wo du mit jemandem woanders redest also eigentlich alles je nachdem wo ich gerade bin und je nach dem wo die Gäste sich gerade aufhalten ja.

00:31:06: Also quasi Themen pflegen Ihnen wahrscheinlich zu?

00:31:10: Themen, ja natürlich mein Thema sind es unendlich.

00:31:14: Themen sind nur endlich.

00:31:14: das Wichtige ist dann halt ein guten Gesprächspater zu finden und einen guten deutschsprachigen Gesprächspaar da zu finden.

00:31:21: Ist dann nochmal eine größere Herausforderung.

00:31:26: also ich weiß nicht wie.

00:31:27: ich darf dauer mit umgehen ob ich dazwischen drin auch was auf Englisch machen werde zumindest oder so.

00:31:30: da bin ich mir noch nicht so ganz sicher muss ich schauen wie sich das entwickelt aber bis jetzt eben eigentlich sehr gut.

00:31:38: nach fünf Wochen Renter.

00:31:40: Gut, der Podcast.

00:31:41: Sehr gut!

00:31:42: Und es soll weiter gut drehen und also zuhören, einschalten.

00:31:45: Vielen Dank fürs Kommen sage ich.

00:31:46: Danke sehr!

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